Erste Ausgabe der Peak News

Rechtzeitig zur 5. Passive House Conference in Portland, Oregon, präsentiert Peak Building Products seinen ersten Newsletter. Auf der Conference am 5. und 6. November 2010 wird der Spezialist für High-Performance Bauprodukte seine Produktpalette vorstellen.

Seine Kompetenz und Fachwissen konnte Peak Building Products bereits bei verschiedenen energetischen High-End-Projekten unter Beweis stellen. Zu erwähnen ist dabei allen voran das Biohaus in Minnesota. Darin wurde bereits 2005 ein Leuchtturmprojekt in Sachen Energieeffizienz umgesetzt.

Der Passivhausstandard in Minnesota – Ein Leuchtturmprojekt

Stephan Tanner - Peak Building Products“Das BioHaus beweist, dass der Passivhausstandard auch in Nord Minnesota sehr gut funktioniert – eine wahre Erfolgsgeschichte“, erzählt Stephan Tanner, Head of Peak Building Products. Das PassivHaus im German Village Waldsee wird Studenten der deutschen Sprache aus aller Welt als Wohn- und Unterrichtsgebäude dienen sowie als Vorbild für die nachhaltige Bauweise in den USA. In Einklang stehend mit der Philosophie des Sprachdorfes, lernen durch immersion, werden Studenten sowie Architekten und Ingenieure anhand des Passivhauses und des deutschen Passivhausstandards Aspekte des nachhaltigen Bauens am realen Projekt demonstriert werden können.

Verglichen mit Gebäuden in Deutschland ist das BioHaus Beispiel eines nachhaltigen Gebäudes unter den extremen klimatischen Bedingungen in der Gegend von Bemidji. Diese Gegend verzeichnet 5.700 Heizgradtage – verglichen mit 3.500 Heizgradtagen in Deutschland. Aufgrund der winterlichen klimatischen Bedingungen nutzen auch deutsche Autohersteller diese Gegend für ihre Testzwecke. Die Anwendung des Passivhausstandards ist für Minnesota einzigartig und führt dazu, dass das BioHaus rund 85% unter den aktuell gültigen Energiegesetzverordnungen des Staates Minnesota liegt, obwohl Minnesota eine der strengsten Energiegesetzverordnungen der USA aufweist.

Das Gebäude – Klein aber Fein

BioHaus MinnesotaConcordia Language Villages nutzt dieses Gebäude mit einer Größe von 400 m2 als Wohnheim und als Ausbildungsstätte für die Umweltbildung. Als ein Modell für nachhaltige Bauweise wird es jeweils für zwei Wochen das Zuhause für 28 Personen das BioHaus mit Raum für nachhaltige Aktivitäten im Dorf Waldsee sein. Jährlich nehmen über 1.500 Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren in Waldsee an Ausbildungsprogrammen teil.

Das architektonische Entwurfskonzept verfolgt eine kompakte, funktionale und ästhetisch hoch stehende Lösung. Situiert an einer östlichen Hanglage, weist das kubische Gebäude zwei klare Gebäudeteile auf. Ein Gebäudeteil ist ausgebildet als Grundelement und formt sozusagen den „Rücken“ des Gebäudes. Es beinhaltet die privaten Aufenthaltsräume. Der andere Gebäudeteil beinhaltet die Gemeinschaftsräume und ist von leichter, schwebender Form. Mit einer transparenten Südfassade werden die solaren Gewinne optimal genutzt und sorgen für helle, lernfreundliche und angenehme Räume. Diese Zweiteiligkeit reflektiert auch die Absicht die unterschiedlichen Fassaden- und Außenwandtechnologien aufzuzeigen. Die Außenwand des Sockels ist als traditionelle Konstruktion mit Wärmedämmung ausgebildet. Im Gegensatz dazu wirkt die Fassade des anderen Gebäudeteils mit hochwertigen Gläsern und dem Einsatz von Vakuumtechnologie leicht und transparent.

Als Umweltbildungszentrum wird das BioHaus als Demonstrationsprojekt neueste Technologien für eine nachhaltige Bauweise aufzeigen: eine Gebäudehülle nach Passivhausstandard, extensive Dachbegrünung, ressourcenschonende und gesunde Baumaterialien, einfache Gebäudetechnik, Einsatz erneuerbarer Energien wie Solarkollektoren und Photovoltaik sowie Einsatz energieeffizienter Geräte und wassersparender Armaturen. Die Umweltbildung im BioHaus ist eine der Kernaktivitäten. Als solches wird das Gebäude ein Monitoringsystem beinhalten, welches das Gebäudeverhalten auf eine interaktive Art für die Studenten anschaulich und dies mit anderen deutschen sowie amerikanischen Gebäuden vergleichbar macht.

Projektfinanzierung und Beteiligung von Herstellern

Der Bau des BioHauses sowie das damit verbundene Umwelterziehungsprogramm wird größtenteils von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziell unterstützt. Auf der amerikanischen Seite finanziert die Kresge Foundation in Detroit (Michigan) die Designplanung. Zudem ist vorgesehen, dass deutsche Hersteller an diesem Gebäude ihre neuesten Entwicklungen und Innovationen zeigen können.

Weitere Informationen zum BioHaus und Peak Building Products finden Sie unter www.peakbp.net

Infos zur 5. Passive House Conference in Portland, Oregon finden Sie unter 
http://passivehouse.us/passiveHouse/PHIUSHome.html